Wildblumen- und Naturgartenwissen

Gesetzlicher Rahmen seit 2. März 2020

Das Wildpflanzen-Saatgut in diesem Shop stammt aus Ursprungsgebiet (UG) 11. 

In dieser Region (s. Regionenkarte) dürfen die gekennzeichneten Mischungen dieses Shops in freier Landschaft ausgebracht werden. 

 

Falls Sie Wildpflanzensaatgut in den Ursprungsgebieten UG 1-10 und 12-22 in freier Landschaft  aussäen möchten, wenden Sie sich bitte per Kontakt- oder Bestellformular an mich. In diesem Fall liefern wir regionales (gebietseigenes, autochthones) Wildpflanzensaatgut Ihres Ursprungsgebietes (Mindestbestellmenge 1 kg, Lieferzeit ca. 2-3 Wochen). Mithilfe Ihrer Postleitzahl prüfen wir, welches UG gilt, und stellen Ihre Mischungen als gebietseigene Mischungen zusammen.   

 

Sondermischungen können individuell zusammengestellt werden, beispielsweise Blühmischungen für:

  • Agrarumweltmaßnahmen (Förderprogramme)
  • ökologische Vorrangflächen
  • Sonderstandorte mit besonderen naturschutzfachlichen, gestalterischen und standortspezifischen Anforderungen

 

Die Verantwortung für die Ausbringung von Saatgut liegt beim Anwender. Enthält eine Mischung für die freie Landschaft Arten, die nicht aus dem Vorkommensgebiet, sondern beispielsweise aus benachbarten Ursprungsgebieten stammen, ist dafür nach §40 BNatSchG eine Ausnahmegenehmigung bei den Naturschutzbehörden einzuholen. 

 

BNatSchG: In freier Natur gelten seit 1.März 2020 die gesetzlichen Regelungen gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG):

Zum Schutz der biologischen Vielfalt wurde 2009 das Bundesnaturschutzgesetz überarbeitet, in der Praxis jedoch wegen einer Übergangsregelung bis März 2020 kaum beachtet. Mit dem Ende der Übergangsregelung ist die Ausbringung gebeitsfremden Saatgutes in der freien Natur ab 1. März 2020 gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) §40 (1-4) genehmigungspflichtig. Die Genehmigung wird nicht erteilt, wenn eine Gefährdung von Ökosystem, Biotopen oder Arten durch Tiere und Pflanzen nichtheimischer odr invasiver Arten [...] nicht auszuschließen ist.  

Für unsere Kunden, d.h. Kommunen, GaLaBauer und Naturschützer gilt, sich von der Echtheit des Wildpflanzensaatgutes zu überzeugen und Zertifikate zu prüfen, wenn Wildpflanzen in freier Landschaft (außerhalb des Ortsschildes) ausgebracht werden sollen. Wildpflanzenproduzenten müssen die Erhaltungsmischungsverordnung (ErMiV) beachten.

Umsetzung der Gesetzeslage zum Handel und Einsatz von Wildpflanzen

Seit dem 2. März 2020 darf vom Anwender in der freien Landschaft gemäß §40 (1) Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nicht aus dem Vorkommensgebiet stammendes Saat- und Pflanzgut nur noch mit Genehmigung der Naturschutzbehörden ausgebracht werden.

 

Obwohl die im BNatSchG genannten Vorkommensgebiete dort bisher nicht genauer definiert werden, besteht beim Bundesumweltministerium (BMU) die Auffassung, dass diese den 22 Ursprungsgebieten der Erhaltungsmischungsverordnung (ErMiV) entsprechen.

 

Auch für Inverkehrbringer (Produzenten Händler) gilt jetzt offiziell die neue Rechtssituation im Rahmen der beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) angesiedelten ErMiV, da diese sich an der Übergangfrist des BNatSchG orientiert.

Wie die Vorhaben und eventuelle Ausnahmegenehmigungen durch Naturschutzbehörden am Zielstandort praktikabel umgesetzt werden können, wird derzeit noch zwischen BMU und BMEL diskutiert.

 

Das BMEL befürwortet die bisherige Ausnahmeregelung, die in Erhaltungsmischungen Saatgut aus benachbarten Ursprungsgebieten zulässt, auch über den 2.3.2020 beizubehalten, soweit dieses nach dem BNatSchG erlaubt ist.

 

D.h., dass in allen Siedlungsräumen und auf Land- und forstwirtschaftlichen Flächen die Aussaat solcher Mischungen ohne Ausnahmegenehmigung durch die Naturschutzbehörden weiterhin möglich bleibt, nicht aber in der freien Landschaft. Über diese Änderung wird voraussichtlich erst Mitte Mai 2020 im Bundesrat entschieden. Bis dahin soll gemäß Empfehlung des BMEL das Inverkehrbringen von Erhaltungsmischungen in dieser Form ermöglicht werden.

In Siedlungsräumen (innerhalb der Ortsschilder) und auf allen land- und forstwirtschaftlichen Flächen dürfen alle Mischungen dieses Shops ausgesät werden. Hier gelten keine Beschränkungen oder gesetzlichen Vorgaben: Privatgartenbesitzer, Kommunen, Imker und Naturschützer dürfen im Siedlungsraum Wildpflanzenmischungen aller Ursprungsgebiete aussäen. Auch Landwirte dürfen Wildpflanzensaatgut aller Ursprungsgebiete ausbringen. Das Wildpflanzensaatgut dieses Shops liefere ich bundesweit zur Aussaat in Siedlungsräumen (innerhalb der Ortsschilder) oder land- und forstwirtschaftlichen Flächen.

Auf Anfrage können wir auch für Siedlungsräume gebietseigene Mischungen liefern (Mindestbestellmenge 1 kg, längere Lieferzeit)

In 5 Schritten vom Rasen zur Wildblumenwiese

Ein Video der film-webfabrik im Auftrag des NABU Baden-Württemberg

Deutschlandkarte mit allen Ursprungsgebieten (UGs)

Naturnahe Blühflächen wie z.B. Verkehrsbegleitgrün, Parks, Blühstreifen,  Ausgleichsflächen, Spielräume, Schaugärten sowie artenreiches Grünland und Ackerrandstreifen bieten Insekten und vielen anderen Tieren Nahrung, Unterschlupf, Paarungsplätze, Nistgelegenheiten und Winterquartiere. Sie ändern im Jahresrhytmus und von Jahr zu Jahr ihr Aussehen, immer wieder blühen andere Wildpflanzenarten, die unterschiedliche Bestäuber anlocken. Neben heimischen Wildpflanzen sind regionale Naturbaustoffe, Recyclingmaterialien, Pestizidverzicht, Ressourcenschonung, Strukturvielfalt sowie Klimatoleranz die wichtigsten Merkmale naturnaher, artenreicher Lebensräume.

 

Alle Freiflächen innerhalb von Siedlungsräumen, die für die Artenvielfalt von Bedeutung sind, sind wichtige Trippsteinbiotope. Sie verbinden als wichtige Ersatzlebensräume für bedrohte Pflanzen- und Tierarten die Städte und Dörfer mit der umliegenden Landschaft und umgekehrt. Darüber hinaus sind sie wichtige Frischluftschneisen und Naherholungsräume im Siedlungsraum. Natur in der Stadt steigert die Lebensqualität, Gesundheit, Bewegungsmöglichkeit und Naturerfahrung.Besonders Kinder profitieren von naturnahen Lebensräumen, hier können sie Eigenverantwortung, Kreativität, Sozialverhalten und motorische Fähigkeiten erlernen und stärken.

 

Für Kommunen bedeuten naturnahe Blühflächen einen geringeren Pflegeaufwand, die Schaffung von Ökokonto-Ausgleichsflächen sowie ein Imagegewinn durch ihren Beitrag zum Erhalt und Schutz der Artenvielfalt.

NaturgArtenvielfalt & Wildblumen

Kerstin Lüchow

Tel. 06296/9296711

naturgartenvielfalt@web.de

 

Erreichbarkeit Juli+August:

Bitte rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir,  ich antworte innerhalb eines Tages.

 

Leistungen:

NEU: Bestellmöglichkeit Schild

Für alle Wildblumen-Blühflächen

Ab 40,00 Euro zzgl. Versand

Siedlungsräume, Landwirtschaft  und Forstwirtschaft:

Hier gelten keine gesetzlichen Vorschriften, es dürfen Saatgut-Mischungen aller Ursprungs-gebiete (UGs) ausgesät werden.

Dieser Wildblumen-Shop bietet Mischungen aus Wildblumen, Wildgräsern und Leguminosen des Ursprungsgebietes (UG)11 an, sofern gekennzeichnet. Nicht gekennzeichnete Mischungen bestehen ganz oder vorwiegend aus UG11-Saatgut, sie können Arten anderer UGs enthalten.

Alle Mischungen sind für Privatgärten, Siedlungsräume, Land- und Forstwirtschaft geeignet und rechtlich zugelassen.

 

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Die Annahme von Bestellungen für Lieferungen ab dem 1.03.2020 erfolgt von mir nur unter dem Vorbehalt der rechtlichen Zu-lässigkeit des Inverkehrbringens gemäß ErMiV.

Die Verantwortung für die Ausbringung von Saatgut in freier Landschaft liegt ab 1. März 2020 beim Anwender. Enthält eine Mischung für die freie Landschaft Arten, die nicht aus dem Vorkommensgebiet, sondern beispielsweise aus benachbarten Ursprungsgebieten stammen, ist dafür nach §40 BNatSchG eine Ausnahmegenehmigung bei den Naturschutzbehörden einzuholen (BNatSchG §40 (1-4).