Exkursion Naturnah Unterwegs: Die schönsten Projekte im Naturgartennetzwerk besichtigen - für alle Interessierten!

Mehrtägige Exkursionen zu den schönsten Naturgärten und Naturstandorten

Deutschlands, Englands, Österreichs und der Schweiz habe ich von 2009 bis 2015   angeboten. Mit Hilfe aktiver Mitglieder des Naturgarten e.V. wurde ein buntes Programm aus Natur-Erlebnis-Räumen, naturnahen Privatgärten, Schaugärten, Naturstandorten, Wildpflanzenbetrieben, Wiesen u.a. zusammengestellt.

 

Die Exkursionen sind offen für alle Interessierte, auch eine Teilnahme an Einzeltagen ist möglich. Günstige Unterkünfte und Verpflegung werden zentral für alle TeilnehmerInnen reserviert, Fahrgemeinschaften können frühzeitig gebildet werden. Alle TeilnehmerInnen erhalten eine pdf zum Ausdrucken mit komplettem Programm, allen Adressen, Treffpunkten, Uhrzeiten und viel Platz zum Mitschreiben (im Teilnehmerbeitrag enthalten).  

Naturnah Unterwegs 2019 am Rhein und in Westfalen vom 18.-22. Juni 2019.

 

Eine Naturgartenexkursion von Kerstin Lüchow  

 

Seit 2017 schlagen die Medien Alarm, sie veröffentlichen beunruhigende Ergebnisse der Krefelder Entomologen und vieler anderer Wissenschaftler. Denn in unseren Gärten und in der Natur vollzieht sich ein von vielen Menschen unbemerktes, globales Massensterben: 70-90% der Bestäuber wie Bienen, Käfer, Fliegen und Schmetterlinge sind seit 1989 verschwunden. Insekten übernehmen eine tragende Rolle in den Nahrungsnetzen, sie stehen durch ihre Vielfalt und Masse sehr weit am Anfang der Nahrungskette. Fallen sie aus, brechen ganze Ökosysteme zusammen. Im Lauf der Erdgeschichte sind immer Arten ausgestorben, doch die heutige Aussterberate liegt ca. 1000 - 10.000mal höher als im erdgeschichtlichen Durchschnitt. Forscher sprechen von einem flächendeckenden Kahlschlag in der Tierwelt.

 

 

Ganz anders ist das im Naturgarten. Naturnahe Gärten bieten den Insekten und vielen anderen Tieren Nahrung, Unterschlupf, Paarungsplätze, Nistgelegenheiten und Winterquartiere. Sie ändern im Jahresrhythmus und von Jahr zu Jahr ihr Aussehen, immer wieder blühen andere Pflanzen. Regionale Naturbaustoffe, Recyclingmaterialien, Verzicht auf Pestizide und Toleranz gegenüber dem Klimawandel sind neben den heimischen Wildpflanzen die wichtigsten Merkmale eines Naturgartens.

 

Gezeigt werden auf dieser Exkursion sehr unterschiedliche Naturgärten. Erzählt werden Geschichten und Ideen von Menschen, die sich um bedrohte Wildpflanzen und Tierarten kümmern. Die große und kleine Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen anlegen und die ihren Garten in ein Naturparadies verwandelt haben.

 

Tauchen Sie mit uns ein in ein Blütenmeer aus Wildpflanzen und lassen Sie sich Anregungen für Ihren Garten geben, wie man ihn insektenfreundlicher und damit naturnah gestalten kann. In allen Gärten führen uns die Gartenbesitzer persönlich durch ihre kleinen oder großen Paradiese.

 

 

 

Kurzprogramm:

Vom verlassenen, asphaltierten Dorfschulhof zum Naturgartenparadies

Dies ist die Geschichte von Heribert von Essen, der, bereits im beruflichen Ruhestand stehend, noch einmal ein neues Leben im Hunsrück begann. Mit großem Aufwand wurde der Asphalt eines Schulhofes entfernt. Anschließend wurden tonnenweise Schotter, Bruchsteine, Fels, Kies und Sand eingearbeitet und ein privates Naturgartenparadies mit vielen heimischen Wildpflanzen, einer Wiese und einem Naturteich entstand.

 

 

Nahe der Natur
Auf der Suche nach Heimat und Raum für ihre Ideen fand die Familie Altmoos im März 2009 ein verlassenes und teils verfallenes Anwesen rund um einen alten Steinbruch am Ursberg in Staudernheim. Faszinierend lag alles im Dornröschenschlaf, voller alter Geschichte(n). Das Anwesen umfasst 7,5 Hektar, es ist ein überwiegend bewaldetes Gelände direkt am bebauten Ortsrand im Übergang zur freien und vielfältigen Landschaft des schönen Nahelandes. 90% des Geländes bleiben ganz der Natur überlassen, d.h. hier wird nichts genutzt, gestaltet oder verändert - nur ein Wildnispfad führt hindurch. Am Eingang befinden sich ein angelegter Schmetterlingsgarten, ein Moosgarten und ein Mitmach-Museum.

 

 

Erster zertifizierter Naturgarten - Empfohlen von Bioland
2007 wurde von Elke und Ernst Knecht zusammen mit einem Garten- und Landschaftsbauern ein Plan für die Umgestaltung des Privatgartens entworfen. Landschaftstypische Elemente vom Rhein samt seiner Weinberge mit ihren charakteristischen Trockenmauern sollten in das Projekt einfließen. In nur sechswöchiger Bauzeit entstand ein lebendiger Naturgarten mit geschwungenen Wegen, Bachläufen, Teichen und anmutigen Natursteinmauern aus Grauwacke. Das Ehepaar Knecht kaufte weitere Flächen hinzu und legte in Eigenregie einen privaten Biotopverbund, bestehend aus Trockenstandorten, einem Permakultur-Areal, Feuchtbiotopen, einer Eidechsenburg, Streuobstwiesen und Wildtsträucherhecken an.

 

 

Der Sowohl-als-auch Garten. Oder: Noch wilder – bitte!
Mit der naturnahen Umgestaltung eines Grundstücks aus den Siebzigern zogen seit 2009 zunehmend mehr Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und Kleinsäuger im Garten von Gaby und Carsten Ingwersen ein. Wunsch und Wirklichkeit stimmten bei der Anlage neuer Beete und der Veränderung bestehender Bepflanzungen allerdings nicht immer überein. Wir hören eine Entstehungsgeschichte, wie man von Vorhandenem profitiert, aus Artenarmut satte Vielfalt wurde und warum Wasser Leben ist.

 

 

Naturgarten am Steinbruch
Katja und Klaus Wopfner sind nicht als Naturgärtner geboren worden, haben aber mit ihrem Garten die Natur für sich entdeckt. 1994 haben sie (gärtnerisch völlig ahnungslos) begonnen, das 2000 m² große und von Baggern durchpflügte Hanggrundstück zu gestalten. Die ersten Jahre verbrachten sie damit zu fräsen und Berge von Steinen (sie wohnen nicht umsonst „Zu den Brüchen“, gemeint sind die Steinbrüche nebenan) aufzulesen. 2007 hatten Wopfners Glück und erhielten durch Abrissarbeiten im Dorf teils über 100 Jahre alte Grauwackesteine, Pflastersteine und Klinker, die sie mühsam per Hand abgebaut, aufgeladen, abgeladen, durch den Garten transportiert und wieder aufgebaut haben.

 

 

Wenn Natur auf Garten trifft
Vor einigen Jahren erwarb Familie Bendix einen Resthof mit ca. 8 ha Land, davon 2 ha Weide, 3 ha Wald, einer Weihnachtsbaumplantage und ca. 25.000 m² Gartenland. Ein solch großes Stück Land musste strukturiert werden, größere Landbewegungen bildeten den Anfang. Viele naturnahe Gartenbereiche wurden angelegt: Steinhaufen aus Sand und Mergelbrocken, Steinpyramiden und Bruchsteinmauern für Eidechsen, Distel- und Brennesselbereiche, Hochstaudenbereiche, komplett verwilderte und niemals betretene Bereiche, Totholzhecken, Regenwassernutzung mit Teich und Blenke und v.a.

 

Bienenstöcke, eine Korbweidenallee, ein Arboretum, ein Kompost- und Gemüsegarten, eine große Streuobstwiese, ein Beerenobstgarten und eine aus einem Rasen entstandene, traumhafte Wiesenschaumkrautwiese runden den Garten ab.

 

Angeregt durch englische Gartenreisen entstanden auch ein Stumpery mit Farngarten, Eiben- und Hainbuchenhecken, mehrere hundert Quadratmeter Staudenbeete mit nicht einheimischen, aber zu 90 % Insekten-magnetisch blühenden Stauden für „alle“.

 

Besondere Tierarten lebend dauerhaft in diesem Garten: brütende Schleiereulen, Bussarde, Störche und Falken sowie fünf verschiedene Fledermausarten. Aber auch Steinkauz, Mauswiesel, diverse Spechte, Nachtigallen, ein Kuckuck, viele, viele Singvögel sowie Eidechsen, diverse Froscharten, Molche und Insekten fühlen sich hier wohl.

 

 

Ein Abenteuer auf 25.000 m2 Fläche
Das Abenteuer begann vor ca. 45-50 Jahren, als Erich Maier sich entschloss, aus seinem Hobby „Züchten von winterharten Orchideen, Moor-, Wasser- und Sumpfpflanzen“ einen Beruf zu machen. Ohne eine klassische Ausbildung zu haben, wurde er Gärtner mit viel Leidenschaft. So kaufte er Teile einer alten Gärtnerei mit 25.000 m² Land. Viele Naturteiche, Hoch- und Niedermoore, viele naturnahe, artenreiche Blumenwiesen, Freiland-Orchideen, fleischfressende Pflanzen und heimische Wildblumen werden wir auf diesem Gelände antreffen.

 

 

Weitere Programmpunkte sind der kulinarische Naturkräutergarten von Maiga Werner, das Naturschutzgebiet „Fuchskaute“ mit ca. zweistündiger Wanderung, die Gartenarche in Wuppertal u.a.

 

2015: Naturnah Unterwegs in Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg vom 6. - 13. Juni 2015

In diesem Jahr haben wir private Naturgärten, den Baumpark Ratzeburg, Naturnahes Öffentliches Grün in verschiedenen Kommunen, Natur-Erlebnis-Räume und einen Wildsamenbetrieb besichtigt. Viel Zeit war auch für den Naturstandort Geltinger Birk an der Ostsee und den Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee eingeplant. Am letzten Tag haben wir uns zwei naturnahe Schrebergärten angesehen.

 

Start: Samstag, 6.Juni 2015 um 10.00 Uhr in Bremen

Ende: Samstag, 13. Juni 2015 gegen 17.00 Uhr in Hamburg Fuhlsbüttel

Exkursionsrückblicke 2014 bis 2009

2014: Go Wild - wildlife gardens and nature reserves

Naturnah Unterwegs in GB vom 8.-15.6.2014

Die Exkursion „Naturnah Unterwegs“ von Kerstin Lüchow (Naturgarten e.V.) führte uns vom 8.-15. Juni 2014 zusammen mit dem Unternehmen „Laade Gartenreisen“ zu beispielhaften Naturgärten, Naturschutzgebieten und zwei international bekannten Gärten in England und Wales. Die TeilnehmerInnen erwartete ein abwechslungsreiches Reiseprogramm aus größeren und kleineren „wildlife gardens“, die durch ihre Pflanzenwahl, ihren Strukturreichtum, ihre Vielfalt und ihre Bewirtschaftungsweise besonders wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten.

 

Exkursionsberichte: 

Danièle Bastian: Go Wild - The classic edition (Kurzversion Natur&Garten 2/2015)
NuG_gowild_2014.pdf
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Danièle Bastian: Manor House in Upton Grey - oder wie alles begann
14.1_GoWild_ClassicEdition_DB.pdf
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Danièle Bastian: Waltham Place - a Dutchman in UK
14.2_GoWild_WalthamPlace_DB.pdf
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Danièle Bastian: Spinners Garden - alles Rhodo oder was?
14.3_GoWild_SpinnersGarden_DB.pdf
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Danièle Bastian: Great Dixter - Im Rausch der Farben
14.4_GoWild_Great Dixter_DB.pdf
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Danièle Bastian: Sissinghurst und Vita Sackville-West
14.5_GoWild_Sissinghurst_VitaSackville_D
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Danièle Bastian: Zusammenfassung Go Wild 2014 in Great Britain
14.6_GoWild_Zusammenfassung_DB.pdf
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Werner David - Reinhard Molke - Rita Schütt - Barbara Regling: Go Wild 2014
Die Autoren stellen das Chalk Grassland, das Centre for Wildlife Gardening London und Sticky Wicket vor.
2014_NaturnahUnterwegs_GB.pdf
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Werner David - Go Wild 2014
Foto-Exkursionsbericht
Go Wild 2014.pdf
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2013: Naturnah Unterwegs in NRW vom 1.-5. Juni

Willich, Rheurdt, Duisburg, Wesel-Bislich, Mülheim, Nettetal, Witten, Großraum Bonn

Wir besichtigten die NABU-Naturarena, naturnahe Privatgärten, den Landschaftspark Duisburg Nord (botanische Führung), den Naturschutzhof Nettetal, den Hilshof mit Teilnamemöglichkeit am Winternamer Salon (Thema Permakultur), das Drachenparadies, die Grüne Spielstadt und die Wahner Heide.

2012: Naturnah Unterwegs in Österreich vom 24.-29. Juni

Petronell, Wien, Waldhausen, Linz, Reichraming und Steyr

Wir besichtigten ein Nationalparkinstitut, Trockenrasen der Hainburger Berge, private Naturgärten, öffentliches Grün und Gewerbegrün, eine Wildpflanzengärtnerei und Schulgärten und zahlreiche Naturschwimmteiche. In Reichraming verbrachten wir 2 Tage in den Österreichischen Kalkalpen auf der Anlaufalm und lernten Pflanzenarten der Alpinflora kennen.

 

Exkursionsberichte:

Naturnah Unterwegs in den Österreichischen Kalkalpen und Österreichische Naturteiche

2011: Naturnah Unterwegs in Süddeutschland vom 2.-6. Juli

Raboldshausen, Nürnberg und München

Wir besichtigten einen Wildsamenbetrieb, private Naturgärten, Natur-Erlebnis-Räume, naturnahes,
öffentliches Grün und den Naturstandort „Garchinger Heide“.

 

Exkursionsberichte:

Kreatives Gemüse

Spielplätze und Freizeitanlagen

Natur-Erlebnis-Raum Bertleinschule

Exkursionsrückblick

2010: Naturnah Unterwegs in Deutschland vom 13.-16. Juni

Harz, Bielefeld, Bersenbrück, Bremen bis nach Hamburg

Wir besichtigten naturnahe Privatgärten, Schaugärten, einen Naturstandort und unterschiedliche Naturerlebnisräume.

 

Exkursionsrückblick

2010: Naturnah Unterwegs in der Schweiz vom 25. - 29. Mai

Winterthur, Bauma, Solothurn, Uffikon, Wängi

Wir besichtigten Naturgärten, naturnahe Pausen- und Spielplätze, (Mager-) Wiesen,  einen Wildpflanzenbetrieb sowie einen naturnahen Schaugarten.

 

Exkursionsberichte:

Viele, viele Wiesen

Der alte Mann und das Mehr

Das Geheimnis des Spielträumers

Schweizer Gartenmelodien

2009: Naturnah Unterwegs in Deutschland vom 7.-10. Juni

Köln, Bonn, Loreley, Mainz, Büdingen, Langen und Alzey

Die Exkursion führte uns nach Bonn, auf die Loreley, über Mainz und Büdingen bis nach Langen und Alzey. Es war ein buntes Programm mit sehr unterschiedlichen Projekten: Privatgärten und Naturerlebnisräume wurden ebenso besichtigt wie ein Naturstandort und eine Wildpflanzengärtnerei.

 

Exkursionsberichte:

Auf den Spuren der Naturgärtner

Exkursionsrückblick

Aktuelles

"Naturnah Unterwegs" - Exkursion 2019 am Rhein und in Westfalen.

Anmeldung ab sofort möglich...